Seit Jahren warten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Gütersloh auf einen zeitgemäßen Skatepark. Bereits 2021 stellte der Verein Trittbrett e.V. Kreis Gütersloh einen offiziellen Antrag für den Bau einer modernen Skateanlage. 2022 wurde dieser Antrag bewilligt.
Doch was ist seitdem passiert? Außer einem Gutachten und einer ersten Konzeption: fast nichts.
Während andere Städte Jugendkultur aktiv fördern und öffentliche Bewegungsräume schaffen, werden Skateboarder:innen in Gütersloh seit Jahren vertröstet. Dabei ist Skateboarding längst mehr als ein Hobby – es ist Sport, Kultur, sozialer Treffpunkt und kreativer Freiraum zugleich.
Besonders enttäuschend ist der aktuelle Haushaltsentwurf der Stadt Gütersloh:
Zwar sind für 2026 Planungskosten und für 2027 Baukosten in Höhe von 1.142.000 € vorgesehen, gleichzeitig werden jedoch Einnahmen von 628.100 € eingeplant. Das bedeutet faktisch: Der Skatepark wird nur gebaut, wenn entsprechende Fördermittel oder externe Gelder eingehen.
Dabei engagiert sich Trittbrett e.V. Kreis Gütersloh seit Jahren ehrenamtlich für die Förderung von Kindern, Jugendlichen und Anfänger:innen im Skateboarding. Der Verein organisiert kostenlose Skatekurse, vermittelt Bewegung, Gemeinschaft und Selbstvertrauen und schafft niedrigschwellige Angebote für junge Menschen – unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten.
Darüber hinaus wurde die Stadtverwaltung in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Informationen zu möglichen Förderprogrammen und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten versorgt. Dennoch fehlt bis heute ein sichtbarer Fortschritt bei der Umsetzung des Projekts.
Für uns ist klar: Jugendkultur darf nicht unter Finanzierungsvorbehalt stehen.
Seit Jahren wird Trittbrett e.V. Kreis Gütersloh gerne als positives Beispiel für Jugendengagement und urbane Kultur präsentiert. Wenn es jedoch darum geht, konkrete Räume für junge Menschen zu schaffen, fehlt bisher der politische Wille zur Umsetzung.
Wir fragen uns:
- Warum wird ein bereits bewilligtes Projekt jahrelang verschleppt?
- Warum müssen junge Menschen immer wieder um grundlegende Freizeit- und Bewegungsräume kämpfen?
- Warum werden ehrenamtliches Engagement und Eigeninitiative nicht ernsthaft unterstützt?
- Warum wird Skateboarding öffentlich gefeiert, aber praktisch kaum gefördert?
Ein moderner Skatepark wäre:
- ein sicherer Ort für Sport und Bewegung,
- ein Treffpunkt für Jugendliche,
- ein kultureller Raum für Kreativität und Gemeinschaft,
- ein Ort für kostenlose Anfängerangebote und Nachwuchsförderung,
- ein Zeichen dafür, dass junge Menschen in Gütersloh ernst genommen werden.
Wir fordern die Stadt Gütersloh deshalb auf:
- den Bau des Skateparks verbindlich umzusetzen,
- die Finanzierung unabhängig von unsicheren Einnahmen sicherzustellen,
- und die Interessen von Skateboarder:innen endlich ernsthaft zu vertreten.
Gütersloh braucht keinen weiteren Aufschub.
Gütersloh braucht endlich einen Skatepark.
Bei Rückfragen gerne an: David Szymura verein@trittbrett-gt.de


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